Zurück zu allen Events

Babels weisse Tauben

Eine Utopie aus Musik, Sprechkunst und Akrobatik

Die uralte Geschichte vom Turmbau zu Babel, erstmals erzählt in der Bibel und bis heute geradezu sprichwörtlich im populären Bewusstsein: Sie gibt das thematische Konzept für „Babels weiße Tauben“, ein „Spektakel“ in der Stuttgarter Hospitalkirche am 18. Juni. Musik, Texte und Akrobatik fügen sich unter der Leitung von Angelika Luz zum Bild einer künstlerischen Utopie aus Klängen und Bildern.

Angelika Luz, bekannt als Sängerin, Regisseurin und als langjährige Professorin an der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, hat aus zeitgenössischen Musikstücken, aus Texten und aus Bewegung einen aufregenden Abend entwickelt – ein „Spektakel“ in der Kirche. Ungewöhnlich ist die Verbindung von musizierenden und sprechenden Mitwirkenden, über gewohnte Gattungsgrenzen hinweg, mit Akrobatinnen und Akrobaten. Sie bauen das Bild des babylonischen Turms in den Kirchenraum – als Menschentürme. In der Geschichte des Alten Testaments erschüttert Gott die hochfliegenden Pläne der Menschen dadurch, dass er ihnen die Einheitssprache nimmt. In der „Sprachverwirrung“ scheitert das anmaßende Megaprojekt – und es entsteht kulturelle Vielfalt, ein Reichtum an Sprachen und Ausdrucksmöglichkeiten. „Babels weiße Tauben“ lässt die Utopie eines besseren und gelingenden Miteinanders in Bildern und Tönen des Stückes aufscheinen. Zugleich schafft das „Spektakel“ mit dem direkten Bezug auf die biblische Geschichte und dem Spielort Kirche eine Anbindung an die Tradition des geistlichen Theaters, wie sie sich etwa in den Passionsspielen noch erhalten hat.

Angelika Luz versammelt in ihrem „Spektakel“ die Sopranistinnen Ramina Abdullah-zadè und Danielle Barash, den Perkussionisten Rostislav Balciunas, den Hospitalkirchen-Organisten Michael Sattelberger sowie Sprecherinnen und Sprecher vom Sprechensemble der Akademie für gesprochenes Wort. Die Artistinnen des Zirkus Calibastra wirken mit. Die Bühne für „Babels weiße Tauben“ bietet der Kirchenraum der Hospitalkirche in Stuttgart. Diese bedeutende historische Kirche in der Stuttgarter Innenstadt setzt ihren programmatischen Schwerpunkt in der zeitgenössischen Musik, offen für das Experiment der Gegenwart.

Ein Spektakel mit Menschentürmen, einer Orgel in Flammen, mit dem gesprochenen Wort, mit Hirtenrufen und dem Sirenengesang der Frauen, mit Pauken, Glocken und dem Brausen aller Stimmen.

PROGRAMM
Improvisationen, Werke von Mauricio Kagel, Dieter Mack, Tilo Medek, Karin Rehnqvist u.a.
Texte von Leonard Cohen, Emanuel Geibel, Orlando Ricardo Menes, Ramon Schmid,Kurt Schwitters, Ernst Toch, Unica Zürn u.a.

MITWIRKENDE
Ramina Abdullah-zadè und Danielle Barash: Sopran
Rostislav Balciunas: Perkussion
Michael Sattelberger: Orgel
Sprechensemble Akademie für gesprochenes Wort:
Jule Hölzgen, Orlando Schenk, Ramon Schmid
Zirkus Calibastra e.V.: Carla Ainslie, Luzia Barta, Sonja Brenner, Luise Haar, Nelly Isermann, Amélie Perol, Vicky Weller
Nino Perol: Einstudierung und Mitwirkung Calibastra
Ricardo Camillo: Einstudierung Akrobatik Sprechensemble und Sängerinnen
Angelika Luz: Idee, Regie und Gesamtleitung

Fotos: © Oliver Röckle

Zurück
Zurück
14. Juni

Ein Geburtstagsfest für Nelly

Weiter
Weiter
28. Juli

Babels weisse Tauben